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Aktuelles
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Ja, was will sie denn, die Architekturfotografie?

Ein Monat Fotografie im Architekturschaufenster
Plakat zur Ausstellung
Plakat zur Ausstellung

Wie kann man Architektur abbilden? Welche Haltungen nehmen Fotografen ein?
Welche Positionen beziehen sie – zum Stadtraum, zum Gebäude, zum Innenraum, zur Ikone, zum Privaten, zur Infrastruktur, zur Kulturlandschaft? Welche neuen Ansätze werden formuliert, welche Möglichkeiten und Grenzen gibt es?

Das Architekturschaufenster will die Vielfalt der Darstellung von Architektur in der Fotografie zeigen und ihr einen Diskursraum in Karlsruhe eröffnen. Das Kuratorium 2016 besteht aus Dirk Altenkirch, Stephan Baumann, Christoph Engel und Daniel Vieser gemeinsam mit Simone Kraft (Architekturschaufenster).

12. April – 24. April 2016
Andreas Gehrke
Vernissage 12. April 2016, 19 Uhr
Einführung: Thomas Schirmböck (ZEPHYR Mannheim)
Der Fotograf ist anwesend.

26. April – 10. Mai 2016
Beatrice Minda

Vernissage 26. April 2016, 19 Uhr
Einführung: Chris Gerbing
Die Fotografin ist anwesend.

10. Mai 2016, 19 Uhr
Finissage

Andreas Gehrke und Beatrice Minda
im Gespräch mit Georg Vrachliotis und Christoph Engel

Architekturschaufenster e.V.
Waldstraße 8
76133 Karlsruhe
architekturschaufenster.de
Montag–Mittwoch 9–12 und 14–16 Uhr
Donnerstag-Freitag 9–18 Uhr
Samstag 12-18 Uhr
Sonn- und Feiertags geschlossen

 

Andreas Gehrke
In der Leere seiner Motive findet Andreas Gehrke eine eigene erzählerische Kraft. Seine Fotografien halten in beredter Weise einen Zustand der Unbestimmtheit fest, der gerade durch die Abwesenheit von Zuordnungen die ihm eigene Schönheit entfaltet. Es sind Orte und Momente, an denen die Dinge aus dem Lot kippen. Momente, in denen der Blick verstellt oder angehalten wird und die stets die eigenen Sehgewohnheiten in Frage stellen.
Architektur ist dabei in der Trilogie „Der Spiegel/IBM Campus/Quelle Versand“, den Serien
„Brandenburg“, „Incertitudes“ und „Topographie“ Kulturraum und Reflektionsfolie gleichermaßen, sowohl für die Wahrnehmung des Gebauten ebenso wie für das Medium Fotografie. Deshalb geben die Bilder auch keine Antworten auf die Frage, was denn Architektur ist oder sein könne. Vielmehr ermutigen sie jeden Betrachter zu einem ganz eigenen Blick. Einem Blick, der dieses Sujet neu auslotet.

Beatrice Minda
Die Fotografin beschäftigt sich immer wieder mit dem Verhältnis von privatem Raum, Erinnerung und Geschichte. So beschreibt „Iran. Interrupted“ eine orientalische Welt in gestalteten Terrains zwischen Tradition und Moderne. Die Menschen bleiben unsichtbar, aber ihre Präsenz ist nur allzu spürbar. Das Interieur wird zu einer Art Zeichensystem für die Lesbarkeit von Gesellschaft, Politik und historischer Veränderung. Dabei begegnet uns eine Kultur, die lange isoliert war und uns nur durch märchenhafte Erzählungen vorstellbar wurde. Beatrice Minda wirft einen Blick von außen – und doch tief hinein in verschwiegene Innenräume, die sich hinter Gitterwänden, hohen Mauern und zurückgesetzten Fensterfronten zu verbergen scheinen. Die Serie oszilliert zwischen Dokumentation, intimer
Spurensuche und Architekturstudie und entwickelt dadurch eine ganz eigene Bildpoesie. (Aus einem Text von Christiane Kuhlmann)

 

 

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