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Schelling Studienpreis 2017

Die besten Studienarbeiten der Jahre 2016 und 2017

V.l.n.r.: Shixian Zou, Thomas Schmitz, Jaqueline von Rooy, Jonas Frammelsberger, Damian Platten und Lisa Kahl

Am 15. November 2017 wurde zum zweiten Mal der Schelling Studienpreis der Schelling Architekturstiftung an der KIT-Fakultät für Architektur verliehen. Mit diesem Preis werden seit 2015 alle zwei Jahre die besten Abschlussarbeiten ausgezeichnet. Insgesamt waren acht Masterarbeiten nominiert. Der Schelling Studienpreis ist das studentische Pendant zu den Schelling Architekturpreisen für Architekturtheorie und Architektur mit denen die Stiftung seit 1992 zukunftsweisende Entwicklungen in der Architektur sowie prägnante Leistungen in der Architekturtheorie würdigt.

Der Jury gehören immer auch die Preisträger des vergangenen Jahres an. Diesmal waren dies die Mitglieder des belgischen Architekturbüros „architecten de vylder vinck taillieu“ (Schelling Architektur-Preisträger 2016), der britisch-kanadische Autor Doug Saunders (Theorie-Preisträger des Schelling-Preises 2016), KIT-Absolventin Vicky Müller (Preisträgerin des Schelling Studienpreises 2015) sowie Peter Cachola Schmal (Direktor des Deutschen Architekturmuseums) und Prof. Dr. Anke Karmann-Wössner (Leiterin des Stadtplanungsamtes Karlsruhe).

Der mit 2.000 Euro dotierte Hauptpreis wurde in diesem Jahr geteilt. Die Entwürfe der Masterabsolvent*innen Lisa Kahl und Damian Platten überzeugten die Jury gleichermaßen.

Lisa Kahls Entwurf „In Balneis Salus“ eines Badehauses in räumlich funktionalem Zusammenhang mit dem Admiralspalast in der Berliner Friedrichsstraße überzeugte durch die detaillierte Ausarbeitung, die ausgereifte Setzung des neuen Baukörpers, die komplexe Schnittführung und die architektonische Anmutung der inneren und äußeren Gestaltung. Ihr gelingt ein Ausblick darauf wie tradierte Badekultur als gesellschaftsrelevanter und besonderer Ort des Vergnügens in das Gefüge einer pulsierenden Großstadt eingefügt werden kann.

„Cloud City“ von Damian Platten ist ein architektonischer Versuchsaufbau, innerhalb dessen bekannte und neue Arbeits- und Wohnkonzepte simuliert, getestet und optimiert werden können. 
Die umgebaute Struktur des Postlogistikzentrums am Bahnhof Basel, die über den Gleiskörper spannt, bildet das Fundament des Projektes. Darauf aufgesetzt sind vom klassischen Bürobau abgeleitete Basistypen wie Teppich, Block, Riegel und Punkt sowie eine außen vorgehängte Gebäudeinfrastruktur.

Zudem wurden zwei Anerkennungen vergeben. Eine ging an Andreeva Andreyana  für ihren Entwurf „Ein Kulturcampus im Zentrum von Stara Zagora in Bulgarien“ in dem sie das vorhandene Marktviertel im Herzen der Stadt zu einem vielschichtigen und vitalen Kulturcampus ergänzt mit dem Ziel der Stadt zu neuer Identität im Kontext ihrer wechselvollen Geschichte zu verhelfen.

Eine weitere Anerkennung ging an Jaqueline von Rooy für ihre städtebaulich und bauplastisch bis ins Detail ausgezeichnet ausformulierte Arbeit „Botschaft Europa in Istanbul“.

Nominiert waren außerdem die Projekte „Bad am Bodensee“ von Jonas Frammelsberger, „Mühlacker – Eine Stadt, eine Geschichte“ von Fabian Kraus, „Neues Generationenwohnen in China“ von Shixian Zou und „New Commonism“ von Thomas Schmitz.

Wir gratulieren allen sehr herzlich!

Schelling Studienpreis 2015

Ein neuer Preis der Schelling Architekturstiftung für Absolvent_innen der Fakultät
Schelling Studienpreis 2015

Am 18. November 2015 wurde zum ersten Mal der Schelling Studienpreis der Schelling Architekturstiftung für die besten Abschlussarbeiten an der KIT-Fakultät für Architektur vergeben. Der Preis soll ab sofort alle zwei Jahre verliehen werden. Insgesamt waren sechs Arbeiten aus dem vergangenen Jahr nominiert.

Den mit 2000 Euro dotierten Hauptpreis der Jury erhielt Vicky Müller für ihre Masterarbeit "Stille Räume in der Stadt". Dabei behandelt sie bewusst den Aspekt des Glaubens ebenso wie den des generellen Rückzugs im städtischen Raum. Am Beispiel verschiedener Orte in Karlsruhe hat sie exemplarisch ein System und eine Grammatik räumlicher Methoden entwickelt und für diese eine eigene, spezifische Formensprache entwickelt. Die verschiedenen Varianten zeigen auf erstaunliche Weise ihren eigenen Charakter und eine außergewöhnliche gestalterische und räumliche Qualität.

Zudem wurden zwei Anerkennungen vergeben. Eine ging an Pierre-Jean Holl für seinen Entwurf eines Museums in Köln im Bereich des Kölner Doms. Programmatisch beinhaltet der Entwurf zum einen eine Erweiterung des bestehenden Römisch-Germanischen Museums und zum anderen ein neues großzügiges Kölner Stadtmuseum.

Eine weitere Anerkennung ging an Max Mütsch für seine Arbeit "Istanbul 2037 – ein neues Paradigma für Infrastrukturen", in der er der Frage nachgeht, welche strategische, aber auch stadträumliche Bedeutung die Infrastruktur „Autobahn“ für die zukünftige Stadtentwicklung Istanbuls haben kann.

Nominiert waren außerdem Projekte von Emiliya Mykhaylyuk ("Forum der Menschenrechte"), Joschka Kannen (BORDER isLAND CYPRUS) und Matthias Leschok (Mycel – Responsive Architecture).

Jurymitglied Diébédo Francis Kéré (Schelling Preisträger 2014) hob in einer Videobotschaft die engagierte Auseindersetzung der Nominierten mit den gewählten Themen hervor. Der Jury gehörten ausserdem an: Juhani Pallasmaa (Theorie-Preisträger des Schelling-Preises 2014), Moritz Maria Karl (Preisträger der Ruth und Erich Rossmann-Stiftung), Louisa Hutton (Sauerbruch Hutton) und Dr. Ursula Baus aus dem Stiftungsrat der Schelling Architekturstiftung.

Wir gratulieren allen sehr herzlich!

 

Auf dem Bild zu sehen: V.l.n.r.: Dr. Judith Reeh, Joschka Kannen, Max Mütsch, Matthias Leschok, Pierre-Jean Holl, Emiliya Mykhaylyuk, Prof. Ludwig Wappner, Dr. Ursula Baus, Vicky Müller, Prof. Matthias Pfeiffer.