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Dissertationen 2010 bis heute

2020

18. Mai 2020
Steffen Kunkel 

Die Wallfahrtskirche „Maria, Königin des Friedens“ eine zeitgenössische Betrachtung

Referent: Meinrad Morger

Die Wallfahrtskirche «Maria, Königin des Friedens» gilt nicht nur als Hauptwerk des Pritzker Preisträgers Gottfried Böhma Wallfahrtsräumen und jenem Sakralbau. Die Dissertation erschließt wesentliche, bisher nicht bekannte und untersuchte Entwurfsdokumente, die über Gespräche mit Gottfried Böhm selbst, sowie weiteren Projektbeteiligten verortet werden. Eine neue Serie von Fotografien, die wie ein Zeitraffer verstanden wird, ist empirische Grundlage zur Erörterung dieser Architektur und macht deren Zeitlichkeit und Maßstäblichkeit deutlich. Hierdurch gelingt eine tiefe Betrachtung und Zugänglichkeit der Entwurfsmethodik und den wesentlichen architektonischen und städtebaulichen Ideen.

01. Juli 2020

Milan Marinov

Multiskalierbare Funktionsmodellierung in der Industrieplanung
Referentin: Dr. Petra von Both

09. Juli 2020
Deniz Yatagan Baumeister
Effects of Migration on Children ́s Private and Social Places
Referent: Dr. Riklef Rambow

Diese Arbeit erforscht, wie sich Migration auf die persönlichen und gemeinschaftlichen Orte von Kindern auswirkt – welche Arten von Orten sie verlieren oder vermissen, und wie sie das kompensieren. Ziel ist es, Wissen zu sammeln, das Architekten ermöglicht, ein gutes Umfeld für Kinder in interkulturellen Umgebungen zu schaffen. 34 Personen mit türkischen Migrationshintergrund aus unterschiedlichen Generationen wurden interviewt. Zusätzlich wurden Fallstudien in zwei Grundschulen und einer Kindertagesstätte durchgeführt. Es zeigte sich, dass Kinder durch die Migration private Orte verlieren, und kulturelle Unterschiede und die urbane Realität verhindern, dass sie sich neue schaffen. Die Resultate zeigen, dass Designlösungen migrantischen und nicht-migrantischen Kindern helfen können, ihr Bedürfnis nach privaten Orten zu befriedigen. Die Ergebnisse geben einen Einblick in den Einfluss von Umfeld und Kultur auf die Ortsvorlieben von Kindern und können für zukünftige Projekte in urbanen oder multikulturellen Umfeldern von Nutzen sein.

16. Juli 2020
Markus Kaltenbach
Die räumliche Dimension residenzieller Multilokalität - eine Untersuchung beruflich induzierter städtischer Nebenwohnsitze und ihrer städtebaulichen Relevanz 
Referentin: Kerstin Gothe

Wohn- und Lebenspraktiken folgen nicht mehr tradierten Lebensmustern. Gesellschaftliche Idealvorstellungen, die häufig noch immer den Planungshorizont bilden, können gelebte Realitäten nur noch unzureichend abbilden. 
Auf explorative und qualitative Weise untersucht die Arbeit berufsbedingte städtische Nebenwohnsitze, um der spezifischen sozialen Praktik berufsbedingter Multilokalität als immanenter Bestandteil einer urbanen Gesellschaft näher zu kommen. 
Eine multiskalare räumliche Analyse von Fallbeispielen wird mit sozialwissenschaftlichen Methoden wie Interviews mit multilokal Lebenden sowie Expertengesprächen kombiniert. Ein grafisch-zeichnerischer und ein textlicher Analysestrang sind dabei eng verflochten und ergänzen sich wechselseitig.
Versteht man berufsbedingte Multilokalität als Extremform gelebter Realitäten, kann die Wohn- und Lebenspraktik als wertvolle Denkfigur dienen, um allgemeine gesellschaftliche Veränderungen in der räumlichen Planung über die spezifische Zielgruppe hinaus zu adressieren.
Die Arbeit schließt eine zentrale Forschungslücke hinsichtlich der räumlichen Dimension der untersuchten Wohn- und Lebenspraxis und bietet zugleich zahlreiche Anknüpfungspunkte für eine praktische Anwendung durch verschiedenste raumschaffende Akteure. 

17. September 2020
Eldaidamony Ahmad 
Introducing a New Methodology to Deal with Gentrification in Urban Neighborhoods. Case Study of Fatmid Cairo and Heliopolis
Referentin: Dr. Barbara Engel

Since many urban development projects aim to improve the urban life of neighbourhoods. Therefore, gentrification is one of the notions which deals with urban neighbourhoods targeting similar aims. But, gentrification does not develop everywhere the same, it has many different aspects social, cultural, economic and political. Those aspects define the process of gentrification and how it develops, while the lack of knowledge to the notion of gentrification generates a challenging subject that needs investigation and research. However, as the role of gentrification is vital and essential, the consequences are also significant. The most significant is displacement; while the research focus is not to deal with this issue. The focus of the research is to discover the gentrification process in urban neighbourhoods, proof its existence and create a comprehensive approach to deal with the process. This will provide a tool for decision makers first; to expect possible gentrification location, second; to deal with gentrification in already gentrified neighbourhoods and third; to maximize gentrification positive consequences and minimize its negative ones. Thus, the methodology used both qualitative and quantitative approaches to analyse the gentrification situation in two old districts of Cairo, Elgamalia and Heliopolis.

01. Oktober 2020
Aline Bruand 
The Epic American – Garry Winogrands Blick auf die USA
Betreuer: Dr. Martin Papenbrock

Der US-amerikanische Fotograf Garry Winogrand (1928-1984), der seine Motive meist auf den Straßen von Großstädten suchte, hinterließ fast eine halbe Million Fotografien. Unsortierte, undatierte, teilweise nicht editierte Arbeiten sowie Säcke voller unentwickelter Filmrollen. Im Vordergrund der Dissertation „The Epic American... – Garry Winogrands Blick auf die USA“ von Aline Vanessa Bruand steht die Annäherung an das Narrative der Fotografien. Themenerfassung, Zuordnung und Kategorisierung bilden die erste Grundlage. Analysen, inwiefern die Arbeiten einem erzählerischen Stil nachkommen, sollen Einblicke in die Fotoästhetik des Künstlers bieten. Mögliche Interpretationsansätze unter soziokulturellen Aspekten und intermediale Bezüge sollen zu einem tieferen Verständnis der Arbeiten beitragen. Die USA der 1960-1970er Jahre sind geprägt von politischen Spannungen und gesellschaftlichen Umbrüchen, aber auch von positiven Energien durch diese Veränderungen. Mehr als nur rein dokumentarisch, visualisiert Winogrand in seinen Fotografien Menschen, Städte und ein Land voller Kontraste und widersprüchlicher Schönheit.
 

2019

19.03.2019
Bettina Wyss
Zuhause im Quartier - Die räumliche Gestaltung der Umwelt zwecks Förderung der Ortsverbundenheit

4. April 2019
Falk Schneemann
Das Hochhaus als Gewebe von Gestaltung und Technik. Hochhäuser in Westdeutschland von 1945
bis 1980 als Impuls für die aktuelle Diskussion

Der Bautyp Hochhaus erfährt eine anhaltend hohe Bautätigkeit. Er gilt je nach Perspektive als Hoffnungsträger für die Bewältigung der Herausforderungen unserer Städte oder er wird rundweg abgelehnt. Dabei zeigt sich in den aktuellen Entwürfen eine typlogische Erschöpfung des Bautyps, die in starkem Kontrast mit dem strukturellen Reichtum der Hochhäuser der Zeit zwischen 1945 und 1980 steht. Im Zentrum der Dissertation steht die Betrachtung der Hochhäuser dieser von Wiederaufbau bis Ölkrise reichenden Zeitspanne.  
Methodisch wird eine klassisch zeichnerische Analyse mit einem textbasierten theoretischen Herangehen kombiniert. Grundlage für die zeichnerische Analyse ist ein Projektkatalog mit 100 Hochhausprojekten. Der theoretische Ansatz basiert auf Texten der Technikphilosophie und Technikgeneseforschung, insbesondere von Gilbert Simondon. 
Innerhalb des Projektkataloges können Genesepfade und damit Brüche und Innovationsmomente aufgezeigt werden. Dies in Kombination mit einer Betrachtung der Ursprünge des Hochhauses erlaubt es ein grundlegendes Verständnis der Entwicklung des Bautyps zu erlangen. Dabei zeigen sich Gestaltung als Ausdruck von Kultur auf der einen Seite und Technik auf der anderen Seite als die wesentlichen Kräfte, die den Bautyp Hochhaus prägen. Auf Grundlage dieser Betrachtungen kann schließlich eine Einschätzung der aktuellen Situation gegeben werden.  
Der Projektkatalog schafft einen kritischen Überblick der Hochhäuser Westdeutschlands zwischen 1945 und 1980 und erschließt diese auch als Entwurfsreferenzen. Er kann damit auch für sich selbst stehen. 

05.08.2019
Thorsten Müller-Eping
Tensordekomposition qualitativer Modelle zur Fehlererkennung - Anwendung in der Gebäudeautomation

Die Dissertation liefert einen Beitrag zur technischen Fehlererkennung auf Grundlage der Beobachtung gebäudetechnischer Systeme durch qualitative Modelle. Als qualitatives Modell wird ein stochastischer Automat verwendet, der das qualitative Verhalten eines Prozesses, anhand diskreter Wahrscheinlichkeitsverteilungen beschreibt. Das Systemverhalten des zu beschreibenden Prozesses wird dabei nur näherungsweise abgebildet, wobei jedoch die grundlegende Systemdynamik erhalten bleibt. Stochastische Automaten und qualitative Modelle leiden dabei unter dem Problem, dass ihr Speicherbedarf mit einer steigenden Anzahl zu beschreibender Systemgrößen exponentiell ansteigt, womit es selbst für Systeme mit nur wenigen Systemgrößen kaum möglich ist, deren gesamtes qualitatives Verhalten abzubilden und die entsprechenden Wahrscheinlichkeiten effizient zu speichern. Zur Lösung dieses Komplexitätsproblems wird ein neuer Ansatz verfolgt, bei dem die diskreten Wahrscheinlichkeitsverteilungen des stochastischen Automaten in Tensoren gespeichert werden. Dabei wird eine aktuelle Methode zur Modellreduktion vorgestellt, die auf der Dekomposition der multilinearen Tensorstruktur basiert. Die Arbeit präsentiert hierbei Algorithmen zur qualitativen Fehlerdetektion, die auf der Grundlage dekomponierter Tensoren definiert sind und es ermöglichen, das Potenzial der Tensordekomposition für die praktische Anwendung nutzbar zu machen.

30.10.2019
Sandra Carolina Camacho Montano
Low-invasive measures for improving the summer indoor climate in school buildings

 

2018

29. Januar 2018
Janna Hohn
Städtische Rückseiten. Das Bindegewebe der Stadt

Städte befinden sich in einem ständigen Transformationsprozess. Nach dem Auffüllen der großen städtischen Brachflächen wird nun die bestehende Stadtstruktur nachverdichtet. Oft trifft diese Nachverdichtung Orte mit einer geringen baulichen Dichte und Qualität, jedoch mit großer Funktionalität für den städtischen Organismus. Es sind die letzten innerstädtischen Orte, wo lärmende und schmutzige Tätigkeiten, preiswerte Dienstleistungen in enger Verflechtung mit Quartieren und kreative Unternehmensgründungen stattfinden können. Diese funktionalen Arbeitsorte werden in einem rasanten Tempo weniger, da sie dem Druck durch höherwertigere Nutzungen nicht standhalten können. 

Um diese Orte und ihre Nutzungen besser untersuchen zu können, wurde der Begriff der „Städtischen Rückseiten“ eingeführt. Durch die Untersuchung von Fallbeispielen in London, Hamburg und Berlin wurde deutlich, dass zur Steuerung des Verdrängungsprozesses von kostengünstigem Arbeitsraum aus der Innenstadt, die herkömmlichen Planungsinstrumente oftmals nicht ausreichen und durch alternative, nutzergetragene Strategien ergänzt werden müssen.
Referent: Professor Markus Neppl
Korreferentin: Professorin Hilde Barz-Malfatti (Bauhaus-Universität Weimar)

2. Februar 2018
Herr Stefan Netsch
Die Umnutzung von Kirchengebäuden in den Niederlanden

Bedingt durch die rückläufigen Mitgliederzahlen werden Kirchengebäude zunehmend obsolet und finden beispielsweise als Restaurant, Skatehalle, Wohnung oder Museum eine neue Bestimmung.
Die Schließung und Aufgabe von Kirchengebäuden ist in vielen europäischen Ländern zu beobachten. Kirchen stehen leer, werden gegebenenfalls entweiht und umgenutzt, erweitert oder abgerissen. Während Kirchenschließungen in der Vergangenheit vor allem politisch bedingt waren, liegen die Ursachen dieser Entwicklung in heutiger Zeit vor allem im demographischen Wandel, den rückläufigen Mitgliederzahlen und dem gesellschaftlichen Bedeutungsverlust der Kirche als Institution. Die schwindende Anzahl von Gottesdienstbesuchern führt in Deutschland zu einer regelmäßigen Unterauslastung der Kirchengebäude. Vergleichbare Entwicklungen sind in den Niederlanden zu beobachten. Allerdings gibt es dort sowohl in der Wahrnehmung als auch in der Bearbeitung der Problematik deutliche Unterschiede. Die dortigen Lösungen zeigen eine Bandbreite die Anregungen für den deutschen Kontext geben kann.
Referentin: Professorin Kerstin Gothe
Korreferentin: Professorin Dr. Marieke Kuipers (TU Delft)

26.04.2018
Ulrike Hoffmann-Goswin 
Ikonographie sakraler Glasmalerei der 1960er bis 1980er Jahre unter dem Aspekt des Wandels von Ästhetik und Funktion

Künstlerisch gestaltete Kirchenfenster sind seit nunmehr 900 Jahren Dokumente europäischer Kulturgeschichte. Insbesondere durch Liturgiereformen, Aufkommen abstrakter Bildformen, Veränderungen von Sozialstrukturen und Bauformen erhielt sakrale Glasmalerei seit den 1960er Jahren einen neuen ikonographischen Stellenwert. Diese Forschungsarbeit gibt erstmals einen umfassenden genreübergreifenden Überblick über die wesentlichen Bildthemen, die verschiedenen Gestaltungsformen sowie Funktionen der zahlreichen zwischen 1960 und 1989 eingesetzten Entwürfe im Kontext des Zeitgeschehens. Die Entwicklungen von 50 sowohl renommierten als auch weniger bekannten Künstlern werden zudem unter dem Aspekt glastechnischer Neuerungen nachvollzogen. Vergleichende Werkanalysen anhand von insgesamt 200 prägnanten Objekten vermitteln das breite künstlerische Spektrum jener Jahre. Einblicke in die Modalitäten der Auftragsvergaben und individuellen Fertigungsprozesse monumentaler Fensterbilder in der Technik der Malerei mit bleigefassten Glasscheiben sowie mit Schmelzfarben, der Grisaillemalerei und des Beton-Glases vom Entwurf bis zur Ausführung ermöglichen den Nachvollzug. Auch das umfassende Glossar ist als Nachschlagewerk angelegt.
 
Referent Herr Professor Dr. Martin Papenbrock 
Korreferent Herr Professor Dr. Peter van Treeck 

Die Arbeit wurde 2019 bei Schnell & Steiner, Regensburg, veröffentlicht.
ISBN: 978-3-7954-3379-9

14.06.2018
Thomas Schwieren
Die Gozzoburg. Ein Schlüsselbau der Gotik in Krems an der Donau

Referent Herr Professor Dr. Johann Josef Böker 
Korreferent Herr Professor Dr. Mario Schwarz (Universität Wien) 

23.07.2018
Mehmet Elci 
Smarte dezentrale solare Fernwärme

In dieser Arbeit wird ein dezentrales solares Fernwärmesystem mit gebäudeintegrierten Kollektoren untersucht und bewertet. Die Bewertung findet hinsichtlich der Wärmeverteilverluste im Wärmenetz, der Stromnetz-Interaktion und der Wirtschaftlichkeit statt. Um die Signifikanz der Ergebnisse evaluieren zu können, wird ein Referenzsystem mit untersucht. Das Referenzsystem ist ein Standard-Fernwärmesystem, in welchem eine Heizzentrale – bestehend aus einem Heizkessel, einer KWK-Anlage und einem thermischen Warmwasserspeicher – die einzige Wärmequelle ist. Die Untersuchungen basieren auf deterministischen numerischen Simulationsrechnungen einer Fallstudie. Es wird gezeigt, dass bei einem dezentralen solaren Fernwärmesystem das Wärmenetz intermittierend betrieben werden kann und dadurch die Wärmeverteilverluste in signifikanter Größenordnung reduzierbar sind. Für die Untersuchung der Stromnetz-Interaktion wird ein eigenes Bewertungsverfahren entwickelt und vorgestellt. Anschließend wird gezeigt, dass die Stromnetz-Interaktion und Wirtschaftlichkeit sowohl von der KWK-Betriebsweise als auch von weiteren Einflussfaktoren abhängig sind.

Referent Herr Professor Andreas Wagner 
Korreferent Herr Professor Dr. Gregor P. Henze 

25.10.2018
Sophia Kluge
Der Karlsruher Architekt Hans Zippelius (1873-1956)
Baugeschichte im Spannungsfeld von Reform und Tradition

Vorsitzender Herr Professor Andreas Wagner 
Referent Herr Professor Dr. Johann Josef Böker 
Korreferent Herr Professor Ludwig Wappner 
Weiteres Mitglied Herr PD Dr. Julian Hanschke 

31.10.2018
Anna Krüger
Alexander Camaro (1901-1992). Das Leben und Werk

Auch auf Künstler kam in der Nachkriegszeit eine besondere gesellschaftliche Aufgabe zu: Die nach 1945 überschaubare Menge an in Deutschland lebenden Künstler wurde an der weltanschaulichen und politischen Umerziehung des Volkes beteiligt. Bei der monographischen Untersuchung steht einer von ihnen im Mittelpunkt: der Zeichner, Maler und szenische Gestalter Alexander Camaro (1901 Breslau - 1992 Berlin). Heute nahezu in Vergessenheit geraten, zählt er zu den wichtigsten Repräsentanten dieser Zeit. Die quellenkundliche Studie liefert daher eine grundlegende kunsthistorische Einordnung. Ein umfangreiches Werkverzeichnis der Gemälde dokumentiert dabei mit über 1000 Einträgen auch verloren gegangene oder verloren geglaubte Gemälde. Der Zugang zu dem künstlerischen Nachlass ermöglichte es, anhand von Primärquellen persönliche Problemlagen und Wertigkeiten darzustellen sowie Einblicke in den Schaffensprozess zu liefern – von der Bildfindung über die Farbgebung bis zur Titelsetzung. Unter Berücksichtigung zeithistorisch aktueller Aussagen wird überdies die Rezeption des Künstlers und Werkes kritisch bewertet – auch vor dem Hintergrund der besonderen Situation der Nachkriegsjahre.

Referent: Apl. Prof. Dr. Martin Papenbrock
Korreferent: Prof. Dr. Oliver Jehle

30.11.2018
Farah Al-Atrash 
Adaptive thermal comfort and personal control over office indoor environment in a Mediterranean hot
summer climate - the case of Amman, Jordan

Eine Untersuchung von thermischer Behaglichkeit in Bürogebäuden in Jordanien sowie von adaptivem Nutzerverhalten, vom thermischen Behaglichkeits-Temperaturbereich und von persönlicher Kontrolle wurde jedoch noch nie unternommen. Daher ist es das Ziel der vorliegenden Studie, die adaptive thermische Behaglichkeit und persönliche Kontrolle zu untersuchen und somit ein besseres Verständnis über das Innenraumklima in Bürogebäuden in Amman zu generieren.
Der erste Teil der Studie widmete sich der thermischen Behaglichkeit und zielte darauf ab, die internen und externen Faktoren für Adaptionsverhalten zum Zwecke der thermischen Behaglichkeit zu untersuchen sowie den thermischen Komfortbereich in den jeweiligen Jahreszeiten zu bestimmen. Des Weiteren wurden das wahrgenommene Wohlbefinden auf thermischen Wahrnehmungsskalen über die verschiedenen Jahreszeiten hinweg untersucht.
Der zweite Teil der Studie beschäftigte sich mit persönlicher Kontrolle am Arbeitsplatz. Das Ziel war die den Nutzern zur Verfügung stehenden Adaptionsmöglichkeiten zu analysieren. Dabei wurden Wechselbeziehungen zwischen wahrgenommener Verfügbarkeit und gewünschter Kontrollmöglichkeit untersucht.

Referent Herr Professor Andreas Wagner 
Korreferentin Frau Professorin Dr. Runa T. Hellwig 

4.12.2018
Peng Liu
Smart Plot Division - Research on the Morphological Evolution of Nanjing South Historic Urban
Area and its Plot Redivision since 1949

Referent Herr Professor Markus Neppl 
Korreferent Herr Professor Dong Wei (Southeast University) 

 

2017


12. Januar 2017
Luigi Monzo
„croci e fasci - Der italienische Kirchenbau zwischen kirchlicher Erneuerungsdebatte und
faschistischer Architekturpolitik 1919-1945“

18. Januar 2017
Bernd Sum
„Simulation als Entwurfswerkzeug für den Architekten"

17. Februar 2017 
Frau Heidi Pfeiffenberger 
Style Writing. Skripturale Ästhetik zwischen Text und Bild am Beispiel von Karlsruhe und Mannheim

13. Juli 2017 
Maike Buttler 
Nutzerorientierte Planung in Bürogebäuden mit Nachhaltigkeitszertifikaten

Bedürfnisse und Verhalten von Akteuren der Gebäudenutzung weichen häufig von den Erwartungen der Planungsakteure ab. So können der prognostizierte Ressourcenverbrauch in der Nutzungsphase überschritten und die Nutzerzufriedenheit beeinträchtigt werden, insbesondere bei Gebäuden mit Nachhaltigkeits-Zertifikaten mit innovativer Gebäudetechnik. Um Nachrüstungen zu vermeiden, sollte bereits das Gebäudekonzept weitgehend mit den Nutzerbedürfnissen harmonieren. Allerdings ist eine nutzerorientierte Prozessgestaltung bei der Bürogebäudeplanung in Deutschland bis dato wenig ausgeprägt – so auch im Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) für Büroneubauten. Die Forschungsfragen lauteten (1) wie die Nutzerorientierung bei der Planung und Realisierung zertifizierter Bürogebäude gestaltet wurde, (2) welche Faktoren diesen Prozessen förderten oder hemmten und (3) wie die Erfolgsfaktoren in das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) für Bürogebäude integriert werden können. Der Fallbeispielvergleich zeigte, dass der Kontext und die konkrete Prozessgestaltung der Nutzereinbeziehung ausschlaggebend sind, um Nutzerzufriedenheit zu erzielen. Aspekte wie die Definition der Akteure der Gebäudenutzung und deren Merkmale, Repräsentativität der beteiligten Akteure und ein Nutzerdialog um nachhaltiges Bauen sollten im BNB-System berücksichtigt werden.
Referent: Professor Dr. Riklef Rambow
Korreferent: Professor Andreas Wagner

 

2016


12.04.2016
Verena Jendrus
„Bildende Künstler im Fotoporträt. Freundschaft zwischen Porträtfotografen und Künstlermodellen?”

18.05.2016
Ulf Thore Kröher
„Wie komplex muss e-Partizipation sein? Erfahrung mit elektronischer Bürgerbeteiligung im Web 2.0”

25. Mai 2016
Dagmar Lezuo
„Wie kommt der Entwurf zur Landschaft? Übersetzungsstrategien zur Qualifizierung großer öffentlicher Landschaften Beispiel Riemer Park München”

9. Juni 2016
Andreas Koch
“Assessment of the Energy Performance of Neighbourhoods – Development of a Methodology for Continuous Simulation for Energy Planning Using a Non-Linear Data Driven Modelling Approach.”

5. Juli 2016
Muriel Wipfler
„Heinrich Bürkel (1802-1869). Repräsentative Edition seiner Korrespondenz und analytische Auswertung”

13. Juli 2016
Dorothee Rummel
„Unbestimmte Räume in Städten: Der Wert des Restraums”

15. September 2016
Jan Dieterle
„Risikolandschaft Oberrhein – Bewegtes Terrain als räumlich-strukturelle
Herausforderung für die Landschaft am Oberrhein"

5. Oktober 2016
Martin Berchtold
„Sich ein Bild machen – Die Rolle von GIS als Werkzeug bei Aufgaben in
Räumen mit unklarer Problemlage"

24.Oktober 2016
Kamila Storz
„Der ländliche Hausbau im südlichen Ostpreußen 1871-1945. Eine
Architekturstudie mit Rücksicht auf die soziale Einstellung zum deutschen
Bauerbe im Nachkriegs- und Gegenwartspolen"

14.Dezember 2016
Andreas Bachmaier
„Techno-Ökonomische Strukturoptimierung von Thermischen und Elektrischen
Energiespeichern in urbanen Energieversorgungssystemen auf Basis von
Geoinformationen"

 

2015

10. Februar 2015
Dipl.-Ing. Jörg Deist
„Die Holzbauten von Albinmüller. Ein Beitrag zum Bauen mit Holz 1902-1929”

14. April 2015
Laura Göckeler
„Das Urteil des Paris. Eine ikonologische Untersuchung des Paris-Mythos in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts”

03. Juni 2015
Rania Gaafar
„Material Specters – Sinnästhesien des Films und die Medialität der Erfahrung in post-kinematographischen Bildern”

09. Juni 2015
Oleg Peters
„Leben und Werk des Architekten Johann Heino Schmieden (1835-1913)”

14. Juli 2015
Katrin Korth
„Wasser auf städtischen Plätzen – Wasserarchitekturen auf städtischen Plätzen in Kleinstädten und kleinen Mittelstädten in Baden-Würrtemberg”

13. Oktober 2015
Amar Abdul-Zahra
„A comparative study of different heating systems and control strategies for heating systems combined with solar systems”

 

2014

10. Februar 2014
Frau Barbara Martin M. A.
„Die Frau in der französischen Plakatkunst des späten 19. Jahrhunderts”

27. Februar 2014
Ingrid Moor M. A.
„Studien zur spanischen Genremalerei des 17. Jahrhunderts – Sozialgeschichtliche Aspekte ihrer Themen und Motive am Beispielvon Bartolomé Esteban Murillo”

30. April 2014
Dipl.-Ing. Kathrin Machinek
„Das Fort Qaitbay in Alexandria - Baugeschichte und Architektur einer mamlukischen Hafenfestung im mittelalterlichen Stadtbefestigungssystem von Alexandria”

10. Juli 2014
Dipl.-Ing. Karsten Schubert
„Körper – Raum – Oberfläche. Strukturen gebauten Raums und architektonische Raumbildung”

24. Juli 2014
Dipl.-Ing. Ulrike Fischer
„Regionalistische Strategien in der Architektur Graubündens von 1900 bis in die Gegenwart”

17. September 2014
Dipl.-Ing. Cornelia Moosmann
„Visueller Komfort und Tageslicht am Büroarbeitsplatz”

26. November 2014
M.Sc. Evelise Leite Didoné
„Parametric study for net zero energy building strategies in Brazil considering semi-transparent PV windows”

 

2013

13.11.2013
Sebastian Burhenne
„Monte Carlo Based Uncertainty and Sensitivity Analysis for Building Performance Simulation"

4.12.2013
Matthias Stippich
„DiscountCity – über die Geschichte und Zukunft der Stadt des Einzelhandels”

 

2012                                   

09.01.2012
GUNTHER DIRK JACOB
„Gebäudebetriebsoptimierung – Verbesserung von Optimierungsmethoden und Optimierung unter unsicheren Randbedingungen“

12.01.2012
Ulrike Gawlik
"Raffaele de Vico (1881-1969)
Römischer Gartenarchitekt und Architekt während des Italienischen Königreiches unter Viktor Emanuel III.,
des italienischen Faschismus und der Republik Italien von 1908-1962"

02.02.2012
CHRISTOPH ROMAN MAURER
“Theoretical and experimental analysis and optimization of semitransparent solar thermal façade collectors”

20.02.2012
DARIUS LENZ
„Die topographisch-geographische Ausbreitung der Burgen in den Grenzen des heutigen Baden-Württemberg
zwischen dem 7. Und 15. Jahrhundert“

28.02.2012
Juliane Mohrland
„Die Frau zwischen Narr und Tod. Motivgeschichtliche Untersuchung in der Bildpublizistik der Frühen Neuzeit“

29.02.2012
Alexandra Axtmann
„Studien zum Werk Harald Duwes"

19.04.2012
Niloofar Moghbel  
„New Model for VDT Associated Visual Comfort in Office Spaces“

29.06.2012
Kristin Barbey
„Metropolregion im Klimawandel – Räumliche Strategien Klimaschutz und Klimaanpassung – Zur Entwicklung gesamträumlicher Konzepte am Beispiel der Metropolregion Rhein Neckar“

05.07.2012
Tim Krebs           
„Das Haus Wolters. Ein HOESCH-Fertighaus aus Stahl“

11.07.2012
Carsten Wiertlewski
„Beck-Erlang. Das Werk des Architekten Wilfried Max Beck“

16.07.2012
Reham Alhesi
„Aufgaben und Handhaben der Regionalplanung in Palästina“

01.10.2012
Mehmet Aksözen
„Adaptive Cycle Analysis of Urban Fragments“

15.11.2012
Rudolf Pfeffer
„Die Stadtpfarrkirche St. Josef in Weiden / OPf. - Eine sakrale Bauaufgabe und Ihre Lösung um die Wende zum 20. Jahrhundert“

22.11.2012
Nina Knoll
„Krieg, Kamera, Kunst. Krisenberichterstattung im Kunstraum“

06.12.2012
Sonja Grunow
„Kinderbild um 1900. Analyse der Parallelen zwischen Abbild und Wirklichkeit“

12.12.2012
Cathrin Langanke
„David Schmith. Medals for Dishonor (1936-40). Ein ikonografischer Vergleich“

12.12.2012
Buket Altinoba
„Zur Theorie und Praxis der Kunst in der Türkei vor dem Hintergrund der Modernisierung und
Globalisierung“

 

2011                                   

24.01.11
AMGAD ALY FAHMY    
„Studying the Adaptive Comfort Model A Case Study in Arid Climate: Cairo, Egypt”

02.02.11
CHRISTIANE SUTTER   
„Die Kreuzfahrerrezeption in der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts”

18.05.11
ANN-CHRISTINE BREHM   
„Hans Niesenberger von Graz - Ein österreichischer Architekt am Oberrhein”

06.07.11
AHMED ALI AHMED GABER   
„The Methodology of Geometric Order in the Design of Traditional Islamic Buildings.
A case study of Madrasas in the Mamluk Eras in     Egypt“

07.07.11
MEIKE DECK   
„Der Architekt und Kirchenbaumeister Rainer Disse 1928 – 2008“

14.07.11
WOLFGANG WERNER   
„Der Architekt Heinrich Müller und die Bayrische Postbauschule in der Pfalz“
   
27.10.11
JOACHIM NICOLAS TREZIB   
„Technokraten des Raumes. “Die Theorie der zentralen Orte“,
der “Sharonplan“ und der Generalplan Ost“

 

2010

15.04.10
BERNHARD FLÜGE   
„Steinhaus und Stadtanlage um 1100 – Domus solaratae der Periode Cluny III”

16.06.10
OLAF PETER SCHRÖDER   
„Strategie der Verhinderung? Zur Partizipation des Neuen Bauens in der Provinz Westfalen 1918-1933”

23.06.10
NINING WIYATININGSIH   
„How Gender influences the formation of space. A participatory research on spatial planning in Fishing Villages in Central Java and Aceh, Indonesia”

24.11.10
ANGELIKA JÄKEL   
„Gestik des Raumes. Zur leiblichen Kommunikation zwischen Benutzer und Raum in  der Architektur.”