Habilitationen

25. April 2019
Anne-Christine Brehm 
Netzwerk Gotik. Das Ulmer Münster im Zentrum von Architektur- und Bautechiktransfer

Die Arbeit ist das Ergebnis eines DFG-Forschungsprojektes in dem durch Bearbeitung der Ulmer Münsterbaurechnungen zwischen 1417 und 1518 und den Abgleich am Bau neue Erkenntnisse zum Bau des Ulmer Münsters, zu Baubeteiligten, den verschiedenen Verbindungen, Einflüssen und Einflussnahmen hinsichtlich von Bauorganisation, Bautechnik und Architekturformen gewonnen werden konnten.

5. Juli 2017
PD. Dr. Marcel Schweiker
Messen, Verstehen und Modellieren individueller Adaptionsprozesse zur Bewertung thermischen Komforts für verschiedene Gebäudekomplexe

Zur Bewertung des thermischen Komforts stehen dem (Fach-)planer u.a. die in Normen verankerten Komfortmodelle zur Verfügung. So nennt die DIN EN 15251 das Wärmebilanzmodell (oder auch PMV-Modell) und das adaptive Komfortmodell. 
Während der erste Modellansatz auf den Ergebnissen von Klimakammer-Versuchen basiert und Ergebnisse aus realen Gebäuden nur schlecht vorhersagt, liefert die Literatur über das adaptive Komfortmodell weder Informationen zur Quantifizierung individueller Adaptationsprozesse noch zu Wechselwirkungen zwischen raumklimatischen Parametern, wie der Luftgeschwindigkeit, den drei Adaptationsprozessen (verhaltensbasiert, physiologisch und psychologisch) und der resultierenden Behaglichkeitsbewertung. 
In dieser Arbeit wurde mittels Literaturrecherchen und mehreren experimentellen Studien im Feldlabor LOBSTER ein Rahmenmodell entwickelt, welches ein gegebenes Wärmebilanz-Modell, z.B. das PMV-Modell, mit dem adaptiven Komfortmodell verknüpft. Durch das resultierende adaptive thermische Wärmebilanzmodell (ATHB von adaptive thermal heat balance) kann sowohl der Einfluss unterschiedlicher raumklimatischer Parameter basierend auf den Berechnungen des Wärmebilanzmodelles als auch der Effekt einzelner oder aller Adaptationsprozesse auf die Behaglichkeitsbewertung berechnet werden.