Fakultät für Architektur

Call for Papers
 – Ihre Beiträge für das Jahrbuch 2021

Im Oktober 2021 wird die nächste Ausgabe des Jahrbuchs der Fakultät erscheinen. Wesentlicher Bestandteil ist, neben den Dokumentationen der Professuren und Lehrgebiete, die Rubrik Diskurs. In dieser wird anhand eines thematischen Schwerpunktes ein Blick auf aktuelle Diskussionen und Positionen innerhalb und außerhalb der Fakultät geworfen. Alle Mitglieder der Fakultät, Studierende und Mitarbeiter*innen, sind herzlich eingeladen, Beiträge für diesen Teil einzureichen. 

 

Salutogenese

Im Diskursteil des kommenden Jahresbuches wollen wir uns unter dem Titel «Salutogenese» in Beiträgen zur Geschichte und Theorie der Architektur sowie zu Aspekten der architektonischen Praxis und der Kunstgeschichte möglichst vielschichtig mit der Frage auseinandersetzen, wie Architektur auf einen «Prozess der Gesundung» des Menschen, der Gesellschaft, der Stadt, der Umwelt, ja sogar des Planeten einwirkt.
Dabei gilt es zunächst zu erörtern, wie und ob ein Ideal von Wohlbefinden und «Gesundheit» überhaupt verstanden und beschrieben werden könnte. Welche Bedeutung hat das physische, welche das psychische Wohlbefinden?
Eine solche Erörterung kann im Hinblick auf die Kultur- und Ideengeschichte nicht ohne den Einbezug von «Krankheit» und «Tod» erfolgen. Schließlich gilt zu fragen, inwiefern Architektur und Kunst in einem solchen Prozess Antworten finden können oder in ihren primären Qualitäten wie «Ästhetik» herausgefordert sind.

Zum Begriff «Salutogenese»
1979 prägte der Medizinsoziologe Aaron Antonovsky den Begriff «Salutogenese» für Faktoren, die eine körperliche und geistige Gesundheit erhalten und fördern und bot damit eine neue Betrachtungsweise der Gesundheit als konzeptuellen Gegenpol zum gesundheitlichen Risiko durch Tod und Krankheit (Pathogenese). «Salutogenese» stellt ein permanentes Austarieren zwischen diesen beiden (ebenso instabilen, verhandelbaren) Polen ‹Schutz› und ‹Risiko› dar.
Obwohl in Architektur- und Kunstdiskursen selten in diesem Sinne erwähnt, wurden immer wieder Kunst, Architektur, Stadtplanung und Landschaftsdesign zur Förderung von Gesundheit eingesetzt.
Die öffentliche Gesundheit bietet somit eine kritische Linse, durch die man die Funktion, den Gebrauch und die soziale Bedeutung von Institutionen und räumlichen Praktiken in Städten, wie auf dem Land betrachten kann. Architektur, Stadtplanung und Landschaftsgestaltung könnten so als Instrumente der Salutogenese in der Entwicklung städtischer Infrastruktur, Bauwerken und Räumen gedacht werden.

Gesucht werden Beiträge, die Architektur und Kunst auf Ihren Beitrag zur Förderung umfassender Gesundheit hin befragen oder in anderer, grundsätzlicher Weise dem Zusammenhang von Architektur, Kunst und Gesundheit auf den Grund gehen. Die Beiträge können sowohl historisch orientiert sein als auch Gegenwart oder Zukunft in den Blick nehmen. Sie können technologische, naturwissenschaftliche, anthropologische oder kulturwissenschaftliche Perspektiven einbeziehen. Die aktuelle Pandemie kann einen Bezugspunkt für solche Fragestellungen darstellen, muss aber nicht.

Ihre Einreichung

Eingereicht werden können sowohl Text- als auch Bildbeiträge.
Wenn Sie sich am Diskurs-Teil des Jahrbuches beteiligen möchten, senden Sie bitte ein Abstract Ihres Beitrages bis Mittwoch, 24. März 2021, 12:00 Uhr an Frank Metzger.

Umfang des Abstracts: 
Textbeiträge: Max. 200 Wörter zuzgl. Bildmaterial 
Bildbeiträge: Max. sechs Abbildungen und eine kurze Beschreibung
Format: PDF oder Word-Dokument 
Bitte geben Sie den voraussichtlichen Umfang des ausgearbeiteten Beitrags an. Textbeiträge sollten 10.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) nicht überschreiten. Bildbeiträge sollten nicht mehr acht Seiten umfassen.

Auswahl der Beiträge
Aus den eingehenden Abstracts wird die Redaktion bis Anfang April die Beiträge für den Diskurs-Teil auswählen und um deren Ausarbeitung bitten. Je nach Umfang finden sieben bis zehn Beiträge Eingang in das Jahrbuch. Zu den ausgearbeiteten Beiträgen benötigen wir dann außerdem eine kurze englische Zusammenfassung und eine Kurzbiografie. Einsendeschluss für die ausgearbeiteten Beiträge ist Anfang Juni 2021.

Auf Ihre Einreichungen freut sich die Redaktion:
Akademische Mitarbeiter*innen: Marketa Breszkowa, Fanny Kranz, Nina Rind, Lydia Schubert
Studierende: Leon Hülsenbeck, Marie Leber
Professor*innen: Inge Hinterwaldner, Christian Inderbitzin, Meinrad Morger, Riklef Rambow, Ludwig Wappner
Technische Mitarbeiter*innen: Dorothee Egger, Christoph Engel
Vertreter*innen des Dekanats: Frank Metzger, Judith Reeh

Karlsruhe, 3. März 2021