Neu an der Fakultät: Prof.’in Dr. i.V. Barbara Filser

Dr. Barbara Filser ist Kunstwissenschaftlerin mit einem Arbeitsschwerpunkt im Bereich Medienkunst. Ihre Themengebiete umfassen die künstlerische Arbeit mit Fotografie, Film, Video und digitalen Medien. Weitere Interessensfelder sind Performancekunst und Body Art in Verbindung mit deren medialer Repräsentation und die „wilden Archive“ von Künstler:innen.
Beschäftigt hat sie sich zum Beispiel mit der Befragung des filmischen Bildes, die der Essayfilmer Chris Marker in seinen Arbeiten unternimmt. In experimentellen Film-Aktionen VALIE EXPORTs hat sie das Verhältnis von Körper und Bild untersucht. Aktuell forscht sie unter anderem zur Arbeit US-amerikanischer Videogruppen der späten 1960er und frühen 1970er Jahre.
Nach dem Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe, arbeitete sie mehrere Jahre im Museums- und Ausstellungswesen. Lehr- und Forschungstätigkeiten führten sie nach der Promotion an der HfG Karlsruhe an eine Reihe von Kunsthochschulen und Hochschulen, unter anderem in Oldenburg, Weimar und Stuttgart, und als Gastprofessorin an die Kunstuniversität Linz.
Am Institut Kunst- und Baugeschichte des KIT arbeitet sie seit Anfang 2019, zunächst als Akademische Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Inge Hinterwaldner. Daneben unterrichtete sie zeitweise auch an der Professur Neuere und Neueste Kunstgeschichte, Kunst- und Medientheorie des Kunstgeschichtlichen Instituts der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Die letzten drei Jahre forschte sie auf einer Eigenen Stelle im DFG-Schwerpunktprogramm „Das digitale Bild“ zu CD-ROM-Kunst.
Ein Anliegen für die Lehre ist, dass Studierende in forschungsorientierten Formaten Arbeitsfelder und -methoden auf dem Gebiet der Kunstgeschichte in der Praxis kennenlernen. Um ihnen die Arbeitswelt auch jenseits der Universität zu erschließen, soll etwa die Zusammenarbeit mit der Abteilung Wissen – Sammlung, Archive und Forschung des Zentrums für Kunst und Medien Karlsruhe weitergeführt werden.
Publikationen (Auswahl)
Bücher
- Zus. mit Kristin Marek (Hg.): Blanchot und das Bild. Begriffe und Bilder nach Maurice Blanchot, hg. von Kristin Marek, Fink: Paderborn 2019
- Chris Marker und die Ungewissheit der Bilder, Fink: München 2010.
Artikel (Auswahl)
- zus. mit Felix Mittelberger, „Guerrilla Television Out of the Box: Exploring the Raindance Foundation Video Archive at ZKM | Karlsruhe with Students of Art History“, in: Synoptique. An Online Journal of Film and Moving Image Studies, 11.1 (2025): Teaching Media Archives, https://www.synoptique.ca/_files/ugd/811df8_c1dac1b5c1dd429ab4b7586d3ca574dc.pdf.
- „Encountering Bodies: VALIE EXPORT’s Cinematic Experiments“, in: MAI: Feminism &Visual Culture, Focus Issue Eleven: „Representing Women’s Realities“ (veröffentlicht am 5. Oktober 2023), https://maifeminism.com/encountering-bodies-valie-exports-cinematic-experiments/.
- „Von Fotografien, die nicht Fotografie sein wollten. Ein Rückblick auf die Diskussion über den Einsatz fotografischer Bilder in künstlerischen Arbeiten der 1960er und 1970er Jahre“, in: Christina Leber / Katrin Thomschke (Hg.): Licht ins Dunkel. Wohin entwickelt sich die künstlerische Fotografie?, arthistoricum.net: Heidelberg 2022, S. 26–37: https://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/917/chapter/12166
- „Chris Marker: La Jetée“, in: Ralf Junkerjürgen / Christian von Tschilschke / Christian Wehr (Hg.): Klassiker des französischen Kinos in Einzeldarstellungen, Erich Schmidt: Berlin 2021, S. 209–225.
- „Denkmal-Differenzen: Das Denkmal von Nicole Six und Paul Petritsch und die Unbestimmtheit ikonoklastischer Gesten“, in: Angela Koch / Eva Hohenberger (Hg.): Grau in Grau. Ästhetisch-politische Praktiken der NS-Erinnerungskultur, Metropol: Berlin 2019, S. 174–190.
- „Körper/Bilder: VALIE EXPORTs Film Syntagma und das ‚geteilte Selbst‘“, in: Magdalena Nieslony / Samantha Schramm (Hg.): Mediale Subjektivitäten: Fotografie, Film und Videokunst (Augenblick. Konstanzer Hefte für Medienwissenschaft, Bd. 1–2, 2019), S. 73–89.
- „Zwischen Transparenz und Opazität: Bildschichtungen in Sigmar Polkes Film des leer stehenden Deutschen Pavillons in Venedig“, in: Barbara Engelbach / Ursula Frohne (Hg.): Sigmar Polke. Film und Kunst / Sigmar Polke. Film and Art, Walther König: Köln 2016, S. 226–265 (dt. u. engl.).
- „Fernsehen Verstehen nach McLuhan: Das National Center for Experiments in Television 1967-1975“, in: Navigationen. Zeitschrift für Medien- und Kulturwissenschaften, Jg. 14, Nr. 2 (2014): 50 Jahre Understanding Media, hg. von Jana Mangold und Florian Sprenger, S. 65–85.
- „Rhythmus-Bilder und Bild-Ballette – der Film als Tanz der Bilder in der französischen Avantgarde der zwanziger Jahre“, in: Klaus Krüger / Matthias Weiß (Hg.), Tanzende Bilder. Interaktionen von Musik und Film, Fink: München 2008, S. 35–50.
- „Gilles Deleuze and a future cinema. Cinema 1, Cinema 2, and Cinema 3?“, in: Future Cinema. The Cinematic Imaginary after Film, Katalog: ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, hg. von Jeffrey Shaw / Peter Weibel, MIT Press: Cambridge/MASS 2003, S. 214–217.
Webseite: https://kg.ikb.kit.edu/filser/2510.php