etal.

etal. wurde 2021 in München von Gesche Bengtsson, Elena Masla und Zora Syren gegründet. Für ihr Erstlingswerk, das Mehrgenerationenhaus in der Görzer Straße in München, wurde etal. mit dem Bauwelt-Preis 2025 ausgezeichnet. Die Arbeit erhielt eine Auszeichnung des Deutschen Architekturpreises 2025, zählt zu den Finalisten des DAM Preises 2026 und wurde 2026 mit dem Architekturpreis BDAmax40 für junge Architektinnen und Architekten ausgezeichnet.
Die Arbeit des Büros bewegt sich an der Schnittstelle von Praxis, Forschung und Lehre. Im Sommersemester 2026 übernehmen sie gemeinsam die Wüstenrot-Gastprofessur zum Umgang mit dem baulichen Bestand am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In ihrer Arbeit untersuchen sie die Konzeption anpassungsfähiger Räume. Dabei hinterfragen sie bestehende Standards und arbeiten mit dem Vorhandenen – räumlich, materiell und klimatisch. Architektur versteht etal. vor allem als einen Prozess des Weiterbauens oder gezielten Freilegens. Sie ergründen räumliche Qualitäten, die sich im Gebrauch entfalten und wandeln lassen. Das einfache Fügen, die Reduktion von Materialien – jenseits von maximalem Komfort und technischer Übersteuerung, als Ästhetik des Pragmatismus, stehen dabei im Fokus.
Gesche Bengtsson studierte Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar sowie an der Virginia Tech University in Washington, D.C. Ihre Masterarbeit an der Bauhaus-Universität Weimar wurde mit einer Anerkennung der Architektenkammer Thüringen ausgezeichnet. In der Lehre war sie als Lehrbeauftragte an der Hochschule Augsburg tätig. Zudem übernahm sie die Vertretung von Prof. Björn Martensen am Lehrstuhl für Gebäudelehre und Entwerfen an der Hochschule München. Sie ist Mitglied im Projektausschuss der Kooperative Grossstadt eG für das Projekt „metso’metso“ in München und war gemeinsam mit Jessica Christoph Co-Moderatorin des Planungsprozesses „OpenPlan – OpenDecision“. Im Jahr 2021 gründete sie zusammen mit Gesche Bengtsson und Elena Masla das Architekturbüro etal. ArchitektInnen PartGmbB Bengtsson Masla Syren.
Elena Masla studierte Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar sowie an der Politechnika Krakowska in Polen. Erste berufliche Erfahrungen sammelte sie unter anderem bei Bruno Fioretti Marquez in Berlin sowie bei Löser Lott Architekten in Berlin. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie an der Professur Gebäudelehre und Entwerfen: Wohnbauten an der TU Dresden sowie am Institut für Öffentliche Bauten und Entwerfen an der Universität Stuttgart tätig. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit übernahm sie einen Lehrauftrag an der Professur Entwerfen und Konstruieren an der TU München. Im Jahr 2021 gründete sie gemeinsam mit Gesche Bengtsson und Elena Masla das Architekturbüro etal.
Zora Syren studierte Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar und der Virginia Tech University in Washington, D.C. Erste berufliche Erfahrungen sammelte sie bei Bruno Fioretti Marquez in Berlin, Praksis Arkitekter in Kopenhagen und Meili Peter Architekten in München. Von 2019 bis 2024 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Städtische Architektur, seit 2025 lehrt sie an der Professur für Architektur urbaner Dichte. Gemeinsam mit Gesche Bengtsson und Elena Masla gründete sie 2021 das Büro etal. Zora Syren ist Co-Initiatorin des Forschungsprojekts „Frauen Bauen München“, Co-Kuratorin der begleitenden Ausstellung sowie Mitherausgeberin der gleichnamigen Publikation.
Projekte:
2025 Realisierungswettbewerb Erding zu altersgerechtem gemeinschaftlichem Wohnen gemeinsam mit amsl
seit 2024 Sanierung und Transformation eines Bauernhofes in Bobingen, Augsburg
2024-26 Sanierung und Transformation eines Reihenhauses in der Feichthofstraße, München
2024 Nichtoffener Realisierungswettbewerb, Wohnen in der Dorfmitte, Weßling gemeinsam mit kaed
2023-25 Sanierung eines Dachstuhls für die Fassmacherei, München
2021-24 Mehrgenerationenhaus in der Görzer Straße, München
2020-23 Mehrgenerationenhaus in der Gothaer Straße, Leipzig gemeinsam mit ephem
2021-26 Transformation einer alten Schnapsbrennerei in Gärsnäs, Schweden
2021 *3. Preis, Offener Ideenwettbewerb „Produktives Stadtquartier“ Winndenden im Rahmen der IBA27, gemeinsam mit studio komaba und Nora Walter